Moderne Medizin direkt vor der eigenen Haustür: Das Vitarium ist als Partner beim saarländischen Pilotprojekt „Medizin daheim“ (DIKOM) dabei. Seit dem offiziellen Projektstart im September wird unsere Einrichtung von einer mobilen Geriatrie-Einheit angefahren, wenn spezielle Untersuchungen notwendig sind.
Worum geht es beim Projekt „Medizin daheim“?
Das Projekt basiert auf einem einfachen, aber wertvollen Prinzip: Anstatt dass unsere Bewohnerinnen und Bewohner für Spezialuntersuchungen ins Krankenhaus gefahren werden müssen, kommt die Diagnostik zu uns.
Dafür steht bei Bedarf ein voll ausgestatteter Diagnostik-LKW direkt vor unserem Haus.
Diese Untersuchungen können direkt vor Ort durchgeführt werden:
An Bord des Spezial-LKWs befinden sich:
- Computertomographie (CT)
- digitales Röntgen
- Ultraschall, EEG
- EKG
- Point-of-Care-Labor
- Sichere Telemedizin, um Befunde direkt mit Fachärzten und Spezialisten abzustimmen
Der Gewinn für unsere Bewohnerinnen und Bewohner
Für die Menschen, die bei uns leben, bringt das Projekt spürbare Erleichterungen im Alltag:
- Weniger Stress: Anstrengende Krankentransporte und lange Fahrten fallen weg.
- Keine Wartezeiten: Untersuchungen werden direkt vor Ort durchgeführt, ohne stundenlanges Warten in Ambulanzen oder Notaufnahmen.
- Gewohnte Umgebung: Die Diagnostik findet im vertrauten Umfeld statt, begleitet von unserem gewohnten Pflegeteam.
Die wichtigsten Fragen & Antworten zum Projekt
Da zu dem neuen Projekt verständlicherweise oft Fragen von Bewohnern und Angehörigen aufkommen, haben wir die wichtigsten Punkte hier zusammengefasst:
Geht es hierbei um Notfälle?
Nein. Bei akuten Notfällen gilt weiterhin wie gewohnt der Notruf und die gewohnte Notfallversorgung. Bei „Medizin daheim“ geht es um geplante Diagnostik und Abklärungen, für die Bewohner sonst oft mühsam in eine Fachpraxis oder ins Krankenhaus transportiert werden müssten. Nach der Verordnung wird die Untersuchung ganz in Ruhe innerhalb von 48 Stunden vor Ort durchgeführt.
Wie werden die eigenen Hausärzte eingebunden?
Die vertrauten Hausärztinnen und Hausärzte unserer Bewohner bleiben vollumfänglich die behandelnden Ärzte. Sie stellen die Verordnung für die Untersuchung aus und erhalten noch am selben Tag alle Ergebnisse und Befunde telemedizinisch übermittelt. So bleibt die medizinische Führung in den gewohnten Händen.
Wer führt die Untersuchungen im LKW durch?
Das Team im LKW besteht aus Ärztinnen und Ärzten, medizinisch-technischem Fachpersonal (MTRAs) und Rettungssanitätern, die die Untersuchungen direkt vor Ort begleiten. Zusätzlich sind weitere Spezialisten (z. B. für Radiologie oder Neurologie) jederzeit per Telemedizin zugeschaltet, um Ergebnisse sofort gemeinsam auszuwerten.
Wer steht hinter dem Projekt?
Das DIKOM-Projekt ist ein von der Bundesregierung gefördertes Modellprojekt im Saarland. Beteiligt sind namhafte Partner aus der saarländischen Gesundheitslandschaft. Allen voran das Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg, die Kassenärztliche Vereinigung Saarland (KVS) sowie spezialisierte Facharztpraxen und Kliniken der Region.
Fallen zusätzliche Kosten für die Bewohner an? Wer kann teilnehmen?
- Für gesetzlich Krankenversicherte (GKV): Die Teilnahme ist vollständig kostenfrei.
Nahezu alle gesetzlichen Krankenkassen (darunter AOK, BARMER, Techniker Krankenkasse, DAK, IKK Südwest, KKH sowie die Betriebskrankenkassen wie BKK Pfalz, pronova BKK u. v. m.) wirken an dem Modellprojekt mit. Die Abrechnung erfolgt direkt über das Projekt. - Für Privatversicherte: Da das Modellprojekt auf Verträgen der gesetzlichen Krankenversicherungen basiert, steht die Teilnahme aktuell nur gesetzlich versicherten Bewohnerinnen und Bewohnern zur Verfügung.
Wir freuen uns sehr, Teil dieses zukunftsweisenden Projekts zu sein. „Medizin daheim“ zeigt, wie moderne Technik und gute Pflege Hand in Hand gehen können, um die Lebensqualität unserer Bewohnerinnen und Bewohner dauerhaft zu sichern.
Weitere ausführliche Informationen zum Pilotprojekt gibt es direkt auf der offiziellen Website unter www.medizin-daheim.de.



